MonatJuli 2020

Die Schnarchschiene brachte endlich Ruhe

Man hört sich selbst ja nicht im Schlaf reden, schnarchen oder andere Töne ausstoßen. Da ich öfter mit der Clique ins Grüne fahre, wurde ich neulich mit der Tatsache konfrontiert, dass ich schnarche. Woher das so plötzlich kommt, weiß ich nicht, es fielen Begriffe wie Gaumensegelveränderungen, und auch sonst kann sich einiges im Lauf des Lebens verändern. Natürlich war mir das oberpeinlich, nun der Schnarcher zu sein, aber der Zahnarzt fand nichts zu verbessern. Also habe ich mich, wie wohl die meisten Leute es tun, auf die Suche nach Abhilfe im Netz begeben. Da fand ich allerhand Tricks, die aber nicht wirkten, aber auch Hilfsmittel wie eine Schnarchschiene kann man überall bewundern. Von einfach bis hoch technisch ist da einiges dabei.

schnarchschiene

Eine Schiene, genau auf mein Gebiss abgestimmt

Ich habe festgestellt, dass es große Unterschiede bei den Schienen gibt. Es gibt so Universalschienen, die passen in jeden Mund und sind recht billig. Die Guten kosten zwar etwas mehr, aber eine Schnarchschiene, die genau auf meinen Stand der Dinge angeglichen ist, scheint mir doch sinnvoller. Das ist wie mit den Billigohrstöpseln für einen Euro und denen von Akustiker, die zwar mehr kosten, aber wirklich den Lärm ausbremsen. Also habe ich in guten Schlaf investiert und mir solch eine High-Tech Schiene kommen lassen. Die sieht echt scharf aus, und was noch besser ist, nun ist Ruhe im Mundraum. Nie mehr Frotzeleien anhören müssen!

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Im Sattelzug bei Papa mitfahren

Ich habe sehr gute Kindheitserinnerungen an die Zeit mit meinem Vater. Mein Vater war und ist leidenschaftlicher Lkw Fahrer und wird auch noch fahren, bis er nicht mehr kann. Sein Leben ist der Lkw und er war immer gerne unterwegs. Mittlerweile ist er Anfang sechzig und steht kurz vor der Rente. Er ist die letzten Jahre nicht mehr ganz so lange Strecken gefahren, sein Chef meinte, er solle sich ein wenig schonen. Früher ist er quer durch Europa gefahren, hat kaum ein Land nicht gesehen und war unzählige Male in denselben Städten und and den gleichen Orten. Das allerschönste war für mich als Kind, wenn ich mal in den Ferien mitfahren durfte. Das hat mir mehr bedeutet als Weihnachten und mein Geburtstag. Noch vor den gemeinsamen Ferien mit der Familie durfte ich zu Beginn der Schulferien mit ihm weg, wenn das zeitlich passte. Ich erinnere mich daran, dass wir damals nach Italien und Frankreich gefahren sind. Ich war vielleicht acht Jahre alt. Ein unglaubliches Abenteuer. Ich erinnere mich heute noch gerne daran und überlege manchmal, wie schön wäre es, noch einmal mit ihm auf eine Tour zu fahren, bevor er in Rente geht. 

Im Sattelzug sitzt, lebt und schaut es sich gut

Wenn man oben in dem Führerhaus sitzt, dann hat man das Gefühl, man steht über allem und regiert die Straße. Ich habe während der Fahrten damals gedacht, ich sei ein König. Die Sicht über die Straße und die Gegend ist einmalig. Süßigkeiten dabei essen macht es umso schöner. Jedes Kind sollte mit seinem Vater einmal im Leben dabei gewesen sein, es ist so viel wert. Zumindest war es das bei mir. Nun bin ich selbst erwachsen und werde bald Vater. Vorher versuche ich wirklich, noch mal mitzukommen. 

Gemeinsame Erinnerungen sind unbezahlbar 

Im Sattelzug mit dem Vater, das ist eine ganz besondere Erinnerung die einem keiner nehmen kann. Ich habe damals öfter mal einen Vater gesehen, der sein Kind mit dabei hatte. Wenn ich das heute noch hin und wieder sehe, dann muss ich für mich lächeln und freue mich für die Kinder, die das heute noch erleben dürfen. Damals gab es keine Computer oder Handys. Nur das Nötigste war da und genau das hat vollkommen ausgereicht. Die Lkw die mein Vater fährt, sind sehr robuste und qualitativ nahezu unbesiegbare Biester, so haben wir sie immer genannt. Nur selten gab es Zwischenfälle und auch für solche Situationen, war immer bestens vorgesorgt.